MR Univ.-Prof. Dr. Peter Lind

Vizepräsident der Österreichischen Krebshilfe Kärnten

⇒ Vizepräsident seit 2025

MR Univ.-Prof. Dr. Peter Lind formuliert seine Beweggründe, im Vorstand aktiv zu sein, mit folgenden Worten:

  • Ich kenne die Tätigkeiten der ÖKHK seit vielen Jahren und habe 1996 selbst den Forschungspreis der ÖKH erhalten.
  • Als Nuklearmediziner und onkologisch interessierter Internist hatte ich in meiner Berufslaufbahn immer intensiven Kontakt zu Krebspatienten, die ich diagnostisch und z.T. auch therapeutisch betreuen durfte.
  • Die Einführung des ersten Ring PET Scanners in Österreich und eines der ersten PET/CT´s in Europa am Klinikum Klagenfurt hat vielen Krebspatienten in Kärnten neue Chancen eröffnet.
  • 2011 erkrankte ich selbst an einem Bauchspeicheldrüsenkrebs den ich mit Operation und Chemotherapie bis 2024 gut überstanden habe. Leider hat sich nach meiner Pensionierung 2024 in der Restbauchspeicheldrüse ein 2. Bauchspeicheldrüsenkrebs gebildet der eine völlige Entfernung der Restbauchspeicheldrüse und der Milz notwendig machte. So bin ich also vom Medizinprofessor zum Patienten mutiert. Ich denke, dass ich mit meiner Krebserfahrung und dem äußerst seltenen Überleben dieser Erkrankung vielen Patienten nicht nur medizinisch sondern auch emotional eine Hilfestellung bieten kann.
  • Neben der Früherkennung von Krebs, welche die Überlebenschancen deutlich erhöht ist es aber auch die Begleitung von Patienten mit fortgeschrittenen Tumorstadien, die ich für sehr wichtig halte, incl. der Beratung von Angehörigen.
  • Es ist mir wichtig zu vermitteln, dass es in einer Krebssituation immer entscheidend ist zu kämpfen und an seine eigenen Stärken sowie einen Sinn im Leben zu glauben.

Beruflicher Werdegang

  • 24.08.1982: Promotion zum Doktor der gesamten Heilkunde
  • 1982-1990: Ausbildung zum Facharzt für Innere Medizin und Nuklearmedizin im KH Barmherzige Brüder Graz-Eggenberg
  • 25.06.1991: Habilitation zum Universitätsdozenten für Nuklearmedizin an der Universitätsklinik für Nuklearmedizin der Leopold Franzens Universität Innsbruck - Thema: „Tc-99m labeled monoclonal antibodies: a new approach in the clinical application of immunoconjugates"
  • 09.09.1991: Bestellung zum Primararzt an der Abteilung für Nuklearmedizin am LKH Klagenfurt bis zur Pensionierung 2024
  • seit 2025 Vizepräsident der Österreichischen Krebshilfe Kärnten
     

Schwerpunkte als Primararzt im LKH Klagenfurt

  • 1991-1993: Sanierung und Restrukturierung der Abteilung (Altbau) mit Ausbau der internen Bettenstation (12 endokrinologische Betten) und der Ambulanz inklusive Anschaffung der Ergometrie, Atemfunktion, 4 Großfeld-Gammakameras und 2 Schilddrüsenspezialkameras, 3 Ultraschallgeräten und einem Uptake Messplatz
  • 1994-1996: Neubau der Therapiestation für offene Radionuklide (10 Therapiebetten) inklusive neuer Abklinganlage, Applikationsraum, Ria/Endokrinologie-labor, Bibliothek, Sozialräume und Dienstzimmer für Mitarbeiter
  • 01.01.1996: Facharztanerkennung Endokrinologie und Stoffwechselerkrankungen
  • 1994-1998: Primarärztereferent der Ärztekammer Kärnten
  • 14.11.1997: Eröffnung und Inbetriebnahme des 1. Ring PET-Scanners in Österreich
  • 20.10.2003: Inbetriebnahme einer der ersten PET/CT Scanner in Europa
  • 2003-2005: Vorsitzender der Ethikkommission Kärnten
  • 22.09.2003: Die Abteilung für Nuklearmedizin und Endokrinologie wird vom European Board of Nuclear Medicine als European Training Center akkreditiert
  • 2005/2006: Neugestaltung bzw. Umbau der Schilddrüsenambulanz mit Anschaffung neuer Schilddrüsenkameras und Ultraschallgeräte
  • 2006/2007: Neugestaltung der Nuklearmedizinischen Ambulanz mit Inbetriebnahme von 2 SPECT/CT Kameras
  • 7.11.2007: Die Abteilung für Nuklearmedizin und Endokrinologie des LKH Klagenfurt wird vom Senat der MUI als Lehrabteilung anerkannt
  • 2008: Ernennung zum Univ.-Prof. an der Medizinischen Universität Innsbruck
  • 4.8.2008: Stv. Medizinischer Direktor am LKH Klagenfurt
  • 16.6.2009: Medizinischer Direktor am LKH Klagenfurt
  • 2010: Eröffnung des „Klinikum Klagenfurt am Wörthersee“ als Med. Direktor
  • Ab 2010: Weiterentwicklung der Abteilung für Nuklearmedizin und Endokrinologie zu einer Referenzstelle in Europa mit neuen SD und Gammakameras sowie einem neuen PET/CT incl. Gastproffesuren im Ausland. Ausbildung von Kollegen zur PET/CT in Südosteuropa und Malaysien.

Wissenschaftliche Tätigkeiten (seit der Habilitation 1991):

  • Über 300 Vorträge bei internationalen und nationalen Kongressen (davon 130 Invited Lectures und Vorsitze)
  • Besonders erwähnenswert - 2001: Marie Curie Lecture anlässlich des Europäischen Kongresses in Neapel
  • 162 Pubilkationen: 73 Originalarbeiten, 69 Übersichten, 20 Buchbeiträge davon Beiträge in 2 internationalen Lehrbüchern für Nuklearmedizin

Forschungspreise:

  • 1985: Forschungspreis der wiss. Gesellschaft der Ärzte in der Steiermark
  • 1996: Forschungspreis der Österreichischen Krebshilfe

Weitere Tätigkeiten:

  • Österreichische Gesellschaft für Nuklearmedizin (ÖGN)
  • European Association of Nuclear Medicine (EANM)
  • weltweite Kongressorganisationen